11. Eintrag

Diesmal hätte ich echt draufgehen können...
Ich bin nicht von selbst aufgewacht. Meine Verletzung und das damit verbundene Fieber haben mich so sehr geschwächt, dass es mir schon schwer fiel meine Augen auch nur einen Spalt weit zu öffnen. Ein paar Männer sind in das Haus gekommen, in dem ich Unterschlupf gesucht habe. Sie haben mich am Boden liegend gefunden und versucht mich wach zu bekommen.
Ich hab echt Glück gehabt, wären es diese verdammten Viecher gewesen hätten sie mich bestimmt gefressen, oder sonst was mit mir angestellt.
Die Typen haben während sie versucht haben mich zu wecken irgendwie meinen "Verband" bemerkt. Einer von denen war früher angeblich Arzt. Wenn ich mir anschaue wie er meinen Arm verarztet hat, glaub ich ihm das sogar.
Außer dem Verbandzeug hatten sie auch noch Medikamente dabei. Der Doc hat mir irgend ein starkes Mittel verabreicht, das helfen sollte das Fieber zu senken. Echt starkes Zeug! Hat mich beinahe sofort umgehauen. Aber das beste ist, dass sie Wasser dabei haben! Lange hätte ich es nicht mehr ohne ausgehalten.
Der Doc und die beiden anderen haben mir versichert, dass ich mir keine Sorgen um die Sicherheit machen muss, sie werden Wache halten. Zu dem Zeitpunkt war es mir egal, ich wollte einfach nur schlafen.
Mein Fieber ist schon wieder zurückgegangen und der Doc meint mein Arm heilt auch recht gut. Einer der Männer hat während ich geschlafen habe das Haus verlassen um nach der Schule oder weiteren Überlebenden zu suchen. So genau kann ich mich nicht mehr daran erinnern, was der Doc mir erzählt hat.
Er hat mir wieder eine der tollen Pillen gegeben und ich merke schon wie sie zu wirken beginnt. Die beiden wollen hier im Haus auf ihren Freund warten und dann gemeinsam zur Schule gehen.
Ich denke ich werde ihr Angebot annehmen sie zu begleiten. Ein wenig Gesellschaft kann mir nicht schaden.

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10. Eintrag

Ich fühle mich wirklich schwach. Hab versucht weiterzukommen, bin aber nicht weit gekommen. Sitze jetzt im ersten Gebäude, dass ich gefunden habe. Hab es nicht einmal gesichert. Es ist auf jeden Fall besser als die Höhle. Mittlerweile friere ich während ich ununterbrochen schwitze. Das ist nicht gut. Verliere zu viel Flüssigkeit und habe schon einen ganz trockenen Mund. Meine Wunde spüre ich aus irgendeinem Grund gar nicht mehr.
Auf dem Weg hierher hatte ich ständig das Gefühl verfolgt zu werden, konnte aber in der Dunkelheit nichts sehen. Etwas anderes konnte ich allerdings sehen, eine Art Termitenhügel nur wesentlich größer und gleichmäßiger. Er hatte vier Türme die im Mondschein geglänzt haben. Ich glaube zumindest, dass Termitenhügel so aussehen. Hab schon lang keine Doku mehr gesehen. Bin mir auch garnicht sicher, ob es eventuell nur Einbildung war. Es war auch recht weit weg. Konzentrieren kann ich micht auch nicht mehr richtig. Vielleicht hat mich auch niemand verfolgt. Egal, zumindest habe ich es bis hierher geschafft. Werde jetzt schlafen gehen, bin zu müde um weiterzuschreiben. Vielleicht geht es mir morgen, wenn ich aufwache besser. Dann werde ich Wasser suchen. Hab meinen letzten Vorrat, auf dem Weg hierher getrunken.
Hoffentlich wache ich auf.

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9. Eintrag

Verdammt - ich muss doch eingeschlafen sein. Als ich wieder aufgewacht bin, lag mein Kopf lag auf dem Block in den ich diese Zeile hinein kritzle. Aber egal: es scheint alles ruhig zu sein. Und ein bisschen Erholung tut mir ohnehin gut, schließlich habe ich vor in der Nacht wieder ein gutes Stück des Weges zur Schule zu schaffen. Mir ist allerdings ein ganz anderer Gedanke gekommen. Was wenn die Schrift in dem Haus keine Botschaft für Menschen ist. Vielleicht ist es ja eine Falle. Vielleicht sieht es ja nur verschlüsselt aus, ist aber eigentlich auf die Unkenntnis dieser Wesen mit unserer Sprache zurückzuführen. Trotzdem werde ich versuchen diese Schule zu erreichen. Aber ich muss noch vorsichtiger sein, als ich eh schon bin. Je näher ich diesem angeblichen Treffpunkt komme, desto höher wird wohl die Gefahr werden erneut auf diese unappetitlichen Viecher zu treffen. Die Sonne steht schon ziemlich tief und scheint in den vorderen Teil der Höhle. Darum habe ich mich in den letzten schattigen Winkel zurückgezogen. Bald wird es dunkel werden. Dann muss ich mich wieder auf den Weg machen. Ich hoffe es geht trotz Hunger und Schmerzen. Morgen werde ich versuchen etwas essbares aufzutreiben. Irgendwas. Ich bin ja nicht mehr so wählerisch wie früher. In Zeiten wie diesen nimmt man, was man zwischen die Finger bekommt. Werde jetzt versuchen mich noch ein wenig auszuruhen. Aber möglichst ohne wieder einzuschalfen - wär zumindest besser, auch wenn ich Schlaf dringend nötig hätte.

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8. Eintrag

Heute konnte ich kaum schlafen, da mir meine Wunde zu schaffen gemacht hat. Mein Arm hat sich angefühlt als würde jemand versuchen ihn mir abzuschneiden. Ich habe meinen provisorischen Verband entfernt. Das Fleisch rund um den Kratzer den mir das Monster zugefügt hat ist extrem angeschwollen, der Kratzer selbst hat sich mit einer eitrigen Flüssigkeit gefüllt.
Hätte ich doch nur einen sauberen Verband gefunden. Hoffentlich schaffe ich es bis zu der Schule, bevor es noch schlimmer wird. Wenn dort wirklich Überlebende sind und der Treffpunkt allgemein bekannt ist, besteht für mich die Chance dort jemanden zu finden, der mir meine Wunde versorgen kann.
Kurz nach Sonnenuntergang hab ich mich auf den Weg Richtung Westen gemacht.
Mein Zustand macht ein schnelles vorankommen allerdings unmöglich. Ich bin mittlerweile wirklich am verhungern und kann mich kaum noch auf den Beinen halten. Außerdem denke ich, dass die Wunde sich infiziert hat und ich dadurch Fieber bekommen hab. Mir ist abwechselnd heiß und kalt.
Wobei das natürlich auch von dem anstrengenden Fußmarsch durch diese unwegsame Gegend und die niedrigen Außentemperaturen kommen könnte.
Egal, ich kann es sowieso nicht ändern - ich musste mir auf halber Strecke einen neuen Unterschlupf suchen, da der Morgen viel zu schnell kam. Während ich diese Zeilen schreibe sitze ich in einer kleinen Höhle und hoffe den Tag hier zu überleben. Da es ein Unterschlupf ohne Türe ist darf ich nicht einschlafen oder ich bin eventuellen Angreifern hoffnungslos ausgeliefert. Aber ich denke mit den Schmerzen die mir mein Arm bereitet könnte ich sowieso nicht schlafen.
Gleich morgen geht es weiter Richtung Westen.

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7. Eintrag

Heute in der Nacht hab ich mich auf den Weg gemacht, bin allerdings nicht weit gekommen. Bin viel zu hungrig, um schnell gehen zu können und die Dunkelheit, sowie meine Verletzungen sind auch nicht gerade hilfreich. Nach dem letzten Vorfall bin ich etwas paranoid geworden und bei jedem noch so leisen Geräusch so schnell und leise wie möglich in das nächstgelegene Versteck gekrochen. Man hört wirklich verdammt viele Geräusche wenn man drauf achtet, aber mir ist auf dem Weg hierher zum Glück nichts passiert.
Ein geeignetes Versteck zu finden ist wirklich nicht einfach, vor allem in der Nacht. Es sollte zumindest zwei Zugangsmöglichkeiten, die idealerweise nicht allzu offensichtlich sind, haben und man sollte auf das Gelände rundherum sehen können. Bei der Wahl meines letzten Unterschlupfs war ich schlampig und habe dafür mit einigen Verletzungen bezahlt. Zum glück nicht mit dem Leben. Man wird unvorsichtig wenn man zu lange unentdeckt bleibt, aber diesen Fehler mache ich kein zweites mal, zumindest nicht wenn ich ihn vermeiden kann. Jetzt sitze ich in einem kleinem Haus, das auf einer leichten Anhöhe liegt. Es ist von der Aussicht zwar nicht ideal, aber hat immerhin eine recht massive Eingatstüre und eine Terrassentüre. Ich habe mir ein paar Gläser genommen und sie, damit es nicht zu hören ist, im Keller unter einer Decke zertrümmert, um sie vor die Eingänge zu legen. So höre ich hoffentlich wenn jemand oder etwas hereinkommt und mit ein bisschen Glück verletzt es sich dabei. Als ich mit der Sicherung des Hauses fertig war, habe ich bemerkt, dass ich kaum noch Wasser hatte und dieses Haus ganz offensichtlich auch schon geplündert wurde. Die Wasserleitungen funktionieren auch schon lange nicht mehr, also habe ich an dem einzigen Ort geschaut wo eventuell noch Wasser sein könnte - der Toilette. Zu meinem Glück habe ich hier tatsächlich noch welches gefunden. Mich wundert es nach wie vor, dass ich, so häufig wie ich aus Toiletten trinke, noch am Leben bin, aber welche Wahl habe ich - entweder sicher verdursten oder eventuell vom schmutzigen Wasser krank werden. Als es draußen heller geworden ist, habe ich in der Küche ein paar scheinbar unzusammenhängende Buchstaben und daneben einen Kreis mit einem "N" an der Seite entdeckt. Beinahe hätte ich das Gekritzel ignoriert, aber habe mir dann gedacht, warum sollte jemand sowas in einer Küche auf den Boden malen, sofern er nicht vollkommen den Verstand verloren hat. Es ist ganz offensichtlich eine Botschaft - "RCHTNG WST - CA. FNFZG KLMTR - KLLR VN SCHLE". Richtung West - ca. 50 Kilometer - Keller von Schule. Hat mich einige Zeit gekostet bis ich die Botschaft entschlüsselt habe und jetzt macht auch der Kreis daneben Sinn. Es ist wohl ein Kompass, das hoffe ich zumindest, aber warum ist der Text so verschlüsselt? Soll das bedeuten, dass diese Kreaturen unsere Sprache verstehen und woher wußten die Leute, die diese Nachricht hinterlassen haben, hier schon, wo sie in fünfzig Kilometern ihr Lager aufschlagen werden. Egal, morgen werde ich mich auf den Weg zu dieser Schule machen.

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